Dieselfahrverbot im Lyoner Quartier – Unfug!

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Das für 2019 absehbare Dieselfahrverbot in Frankfurt treibt die Menschen im Lyoner Quartier um. 25.000 Beschäftigte und bald 10.000 Bewohner fürchten dort um ihre Mobilität, obwohl das Quartier aktiv zur Verkehrsvermeidung beiträgt.

„Luftqualität ist wichtig, aber im Stadtwald und dem benachbarten Lyoner Quartier besteht das Problem nur virtuell. Die Umweltzone ist extrem weit gefasst worden und nun sollen Menschen unter einem Verbot leiden, wo die Luft gar nicht so stark belastet ist.“, erklärt SINN-Geschäftsführer Detlef Hans Franke und fordert eine praxisnahe Regelung.

„Das Lyoner Quartier leistet bereits seinen Beitrag zur Verbesserung der Umweltbedingungen, denn hier wurde aus einem monofunktionalen Bürostandort ein durchmischtes Quartier mit kurzen Wegen zwischen Wohn- und Arbeitsplatz. Das reduziert Staus und Luftbelastung“, fügt Klaus Franken, SINN-Vorstandmitglied hinzu. Der Anteil der Radfahrer im Lyoner Quartier ist rapide gestiegen, „aber bei Regen wollen die Menschen trocken zur Arbeit kommen und jetzt sollen die das Auto nicht mehr nutzen dürfen?“ verweist Franken auf die praktischen Nöte der Menschen. „Dabei sind bei Regen die Stockoxid-Werte naturgemäß gering – ein Paradebeispiel wie pauschale Regelungen am täglichen Leben vorbei gehen.“

Die SINN erwartet vom Magistrat der Stadt Frankfurt, die Umweltzone sinnvoll zu definieren und schneller spürbare Schritte zur Verbesserung der Luftqualität in den besonders stark belasteten Straßen zu ergreifen, um diese pauschale und undifferenzierte Beschränkung von zig-tausenden Menschen zu vermeiden.

Ein Dieselfahrverbot, für das zwischen Frischluftschneise Main und Stadtwald gelegene Lyoner Quartier würde den fälschlichen Eindruck erwecken, dass hier die Luftqualität schlecht wäre – damit wird Anti-Werbung für ein erfolgreiches und durchgrüntes Quartier betrieben, beklagt die SINN.

 

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