Mobil, hybrid und bestens finanziert – der dritte Real Estate Circle in Frankfurt


Detlef Hans Franke, Sonja Moers, Dr. David Roitman, Jörg Stellmacher-Hein, Michael Guntersdorf und Christopher Martin auf dem Real Estate Circle 2019

Was passiert, wenn man den Architekten und Stadtplaner Michael Guntersdorf als Redner zu einer immobilienwirtschaftlichen Fachtagung einlädt? Man bekommt Denkanstöße und hört einen Fachmann mit einer klaren Position.

Für Guntersdorf ist eine nutzungsgemischte Stadt eine hybride Stadt und zugleich eine urbane Stadt. Im Europaviertel sei das planerisch schief gegangen und im Lyoner Quartier sei noch immer zu viel Platz für Autos. „Der Fußgänger muss zum Maßstab der Stadt werden“, ist Guntersdorfs Credo und er trifft dabei denselben Ton, wie die Stadtplanerin Sonja Moers vom Büro raumwerk in Frankfurt am Main. „Die jungen Menschen nutzen den öffentlichen Raum, ungeachtet aller Kopfhörer und Smartphones am Ohr“, sagt sie. Dafür sei Freiraum nötig und dieser Freiraum müsse intelligent mit Mobilität verknüpft werden, wobei sie nicht noch mehr Autos meint. Investor und SINN-Vorsitzender Dr. David Roitman forderte Immobilieneigentümer auf, sich stärker für ein lebendiges Umfeld in den Quartieren zu engagieren. Dafür müsse man „Überzeugungstäter“ finden, ergänzte Sonja Moers, und zwar auch in der Bevölkerung und der Politik. Roitman setzt da mehr auf politischen Druck. „Wenn mehr Menschen in Quartieren wie der ehemaligen Bürostadt wohnen und als Wähler ihre Wünsche öffentlich äußern, reagiert die Politik“.

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