Oberbürgermeister Peter Feldmann begeistert von Entwicklungen im Lyoner Quartier

Lyoner Quartier

Enthüllung des Banners „Salut im Lyoner Quartier“ (v.l.n.r. Chansonnier Lothar Meunier, Dr. David Roitman, Oberbürgermeister Peter Feldmann, Klaus Franken)

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich am Montagnachmittag Pressevertreter und Mitglieder der SINN zu einem besonderen Termin. Grund der Zusammenkunft war der Besuch von Oberbürgermeister Peter Feldmann im Lyoner Quartier. Die Standort-Initiative hatte ihn zu einer Rundfahrt eingeladen, um sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren. Seit Peter Feldmanns letztem offiziellem Besuch in der ehemaligen Bürostadt hat sich einiges getan.

Treffpunkt für die kleine Citytour war das Gelände des schwedischen Projektentwicklers Catella. Baukräne und Bauzäune boten die passende Kulisse für den Ausgangspunkt der Rundfahrt durch ein Quartier im Umbruch.  Auf dem Grundstück in der Rohnestraße 2 entsteht bis Anfang 2018 das Ensemble „Living Lyon“ mit 123 Wohnungen.

Begleitet von französischen Akkordeonklängen enthüllte Oberbürgermeister Peter Feldmann zusammen mit Dr. David Roitman und Klaus Franken ein Banner am Bauzaun von Living Lyon. Der Willkommensgruß „Salut im Lyoner Quartier“ wird zukünftig alle Passanten im Stadtteil begrüßen.

Was gibt es neues im Lyoner Quartier?

Im Anschluss startete die Cabrio-Bus-Rundfahrt durchs Quartier. Zahlreiche SINN-Mitglieder informierten über Ihre Projekte und gaben einen Einblick in den Wandel der ehemaligen Bürostadt – angefangen beim Wohnbauprojekt „Pianocourts“ von Bien-Ries für die Münchner GBW-Gruppe in der Hahnstraße 24. Ende des Jahres wird der erste Teilabschnitt der insgesamt 336 Mietwohnungen fertig gestellt. Zweiter Stopp war das Areal von Max Baum Immobilien in der Hahnstraße 37-39 und 41. Das Unternehmen baut für die Frankfurter ABG Holding 165 Wohnungen und drei Geschäftsflächen. Weiter ging es über die Saonestraße mit Gewerbe- und Wohnnutzung zurück in die Hahnstraße 46-48. Im Juli konnte die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/ Wohnstadt das ehemalige Rechenzentrum erwerben. Ab 2019 wird dort ein Neubau mit rund 200 Wohnungen entstehen. Von der Hahnstraße bog der Bus in die Lyoner Straße ein. Direkt an den Stadtwald angrenzend baut der Projektentwickler 6B47 rund 700 Miets- und Eigentumswohnungen. Die GWH plant den Umbau eines ehemaligen Bürogebäudes in der Lyoner Straße 38.

Insgesamt werden in den kommenden 18 Monaten Wohnungen für rund 8.000 Menschen im Lyoner Quartier entstehen. Das sind rund 2.000 Menschen mehr, als die Frankfurter Stadtplaner vor einigen Jahren berechnet hatten.

Büroflächen und Mikroapartments

Die Bustour ging weiter auf der Lyoner Straße und passierte die alteingesessenen Firmen Siemens und Nestle. Circa 25.000 Arbeitsplätze bietet das Lyoner Quartier. Direkt am Eingang Süd-West des Quartiers gelegen befindet sich der Access Tower und die denkmalgeschützten Olivetti-Türme. Der effektive Leerstand von Büroflächen konnte in den vergangenen Jahren von 35 Prozent auf 5 Prozent verringert werden: Das liegt deutlich unter dem Frankfurter Durchschnitt.

Am Ende der Rundfahrt passierte der Bus die Projekte Ly30 und Lyoner Str. 19. Beides erfolgreiche Konzepte zur Umstrukturierungen von Büro- zu Wohnräumen.

2 Gedanken zu „Oberbürgermeister Peter Feldmann begeistert von Entwicklungen im Lyoner Quartier

  1. Jörg Pompetzki

    Sehr geehrte SINN,
    es ist sicherlich erfreulich, wenn in Frankfurt weitere Wohnungen gebaut werden. Den inzwischen begonnenen Abriss des Anwesens Rhonestraße 2 und den vorgesehenen Neubau für ca. 125 Wohnungen möchte ich zum Anlass nehmen, auf eine Problematik hinzuweisen, die meine Kolleginnen und Kollegen in der Lyoner Straße 21 schon lange beschäftigt.
    In den letzten Jahren wurden die gegenüber bzw. neben uns stehenden Bürohäuser Lyoner Straße 19 und 30 zu Wohngebäuden umgewandelt. Die Vermieter dieser Wohnungen bieten den Mietern Stellplätze für monatlich 65 bis 75 Euro an. Dieses Angebot wird von Mietern jedoch nur zu einem, nach unseren Beobachtungen, geringen Teil angenommen.
    Dies hat zur Folge, dass viele öffentliche Parkplätze entlang der Lyoner Straße bei Arbeitsbeginn unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch belegt sind. Diese finden deshalb schon bald nach 7 Uhr morgens keinen Parkplatz in zumutbarer Nähe mehr. Der ÖPNV ist leider nur für wenige Mitarbeiter eine Alternative. Erst im Laufe des Vormittags werden dann wieder Parkplätze frei. In letzter Zeit werden überdies Busse in der Lyoner Straße abgestellt, die offensichtlich zu Reisegruppen in den umliegenden Hotels gehören.
    Auch für den Neubau Rhonestraße 2 ist eine Tiefgarage vorgesehen, die mit der Tiefgarage des Hauses Lyoner Straße 19 verbunden werden soll.
    Unser Anfang der 70er Jahre bezogenes Haus kann nur knapp der Hälfte seiner 150 Mitarbeiter einen Parkplatz anbieten, über Erweiterungsflächen verfügen wir nicht. Die Parkplatzsituation in der Lyoner Straße war vor dem Beginn der Umwandlung von Büro- in Wohnraum unproblematisch. Die Bürostadt sollte ursprünglich auch autogerecht sein. Wenn für die Wohnungen der Rhonestraße 2 wieder nur zusätzlich anzumietende Stellplätze vorgesehen sind, rechnen wir mit einer weiteren Verschärfung der Parkproblematik – übrigens nicht nur für unsere Mitarbeiter.
    Selbstverständlich ist den Mietern der Wohngebäude nicht das Recht abzusprechen, ihre Fahrzeuge in der Lyoner Straße abzustellen. Gleichwohl halten wir die derzeitige Form der Umsetzung der Stellplatzsatzung für äußerst problematisch.
    Mit freundlichen Grüßen
    Jörg Pompetzki

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    1. Julia Meyer Artikelautor

      Lieber Herr Pompetzki,
      vielen Dank für Ihren Beitrag. Das Problem ist uns bekannt. Die SINN bemüht sich um die Entwicklung eines Verkehrskonzeptes, welches dem ruhenden und fließenden Verkehr im Lyoner Quartier gerecht wird. Hierzu stehen wir im Dialog mit der Stadt Frankfurt.

      Viele Grüße,
      Julia Meyer

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